BEGLEITUNG SCHWER­KRANKER UND STERBENDER MENSCHEN

Sie sind wichtig,
weil Sie eben Sie sind.
Sie sind bis zum letzten Augenblick
Ihres Lebens wichtig,
und wir werden alles tun,
damit Sie nicht nur in Frieden sterben,
sondern auch bis zuletzt leben können.

Cicely Saunders
Begründerin der modernen Hospizbewegung

20 Jahre Hospizverein

Am 17. April 2002 wurde der Hospizverein Neuendettelsau/Windsbach e.V. gegründet. Er ist Teil der Hospizbewegung, die für ein Sterben des Menschen in Würde eintritt. Am 10.7.2022 fand dazu ein Jubiläumsgottesdienst statt:  

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens lud der Hospizverein Neuendettelsau/Windsbach im Juli zu einem Jubiläumsgottesdienst in die St. Laurentiuskirche in Neuendettelsau ein. Zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und Besucher waren erschienen, unter ihnen der Neuendettelsauer Bürgermeister Christoph Schmoll, Vertreterinnen und Vertreter der nachbarschaftlich verbundenen Hospizvereine und viele der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Als besonderer Ehrengast konnte vom ersten Vorsitzenden des Hospizvereins Pfarrer Norbert Heinritz die Diakonisse Erna Müller begrüßt werden. Als Urgestein und Initiatorin der Hospizbewegung im Dekanat Windsbach wurde ihr im Gottesdienst als erste Person des Vereins die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Schwester Erna freute sich sehr über die Ehrung und betonte die Bedeutung ihrer vielen ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen beim Aufbau der Hospizarbeit. Dekan Klaus Schlicker, zweiter Vorsitzender des Hospizvereins, hielt die Predigt zum Wochenspruch aus dem Galaterbrief: Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen (Gal 6,2). Er hob hervor, wie Christus unsere Lasten getragen hat und bedankte sich ausdrücklich bei den Ehrenamtlichen, die mit ihrem großen Einsatz bei Sterbebegleitungen die Lasten der Sterbenden und der Angehörigen mittragen. Zum Ende des Gottesdienstes eröffnete Pfarrer Norbert Heinritz die Ausstellung „Wo Worte fehlen“. Sie zeigt Bilder, die von schwerkranken Menschen im Hospiz auf der Palliativstation „Johanneshospiz" am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München unter Begleitung der Kunsttherapeutin Marianne Kraus gemalt wurden. Es sind sehr eindrückliche Bilder, die von der Erfahrung der Nähe des Todes erzählen. Die Bilder sind noch bis 7. August in der St. Laurentiuskirche in Neuendettelsau zu sehen.

„Wo Worte fehlen“

Ausstellung von Bildern, die schwerstkranke Menschen gemalt haben.

10. Juli 2022 bis 7. August 2022

St. Laurentiuskirche, Neuendettelsau
Wilhelm-Löhe-Str. 15

ZIELE UND AUFGABEN

  • Unsere Kernaufgabe ist die Fürsorge und menschliche Zuwendung gegenüber schwerkranken und sterbenden Menschen.
  • Wir begleiten und unterstützen ganz individuell zu Hause, im Krankenhaus, in Senioren- und Pflegeinrichtungen sowie in Einrichtungen der Eingliederungshilfen.
  • Wir verstehen unseren Dienst als Ergänzung zu vorhandenen Pflegediensten, übernehmen somit keine Grund- und Behandlungspflege.
  • Wir unterstützen die Palliativmedizin und arbeiten mit dem Team der "Spezialisierten Ambulanten PalliativVersorgung" (SAPV) zusammen.
  • Die ehrenamtlich Mitarbeitenden sind ausgebildete Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Verbindliche, themenbezogene Fortbildungskurse und monatliche Sitzungen aktualisieren und vertiefen das erworbene Wissen.
  • Wir sind offen für Menschen jeder Herkunft, Konfession, Religion und Weltanschauung.

Durch unsere Begleitung entstehen Ihnen keine Kosten und wir unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

TÄTIGKEITSBEREICH

Zu unserem Einzugsgebiet gehören die Kirchengemeinden des Dekanats Windsbach, diese sind Bertholdsdorf, Bürglein, Dürrenmungenau, Heilsbronn, Immeldorf, Lichtenau, Neuendettelsau, Petersaurach, Vestenberg, Wassermungenau, Weißenbronn und Windsbach. Dekanatsübergreifend sind wir auch für Wolframs-Eschenbach zuständig.

Hospizverein Neuendettelsau Tätigkeitsbereich

DER VEREIN UND VORSTAND

Am 01. Februar 1999 nahm der Hospizverein, zunächst als Regionalgruppe von Ansbach, seine Arbeit auf. Drei Jahre später, am 17. April 2002 macht er sich selbstständig und trägt nunmehr den Namen
Hospizverein Neuendettelsau/Windsbach e. V.
Das Evang.-Luth. Dekanat Windsbach und Diakoneo sind die Initiatoren.

Pfarrer Norbert Heinritz
1. Vorsitzender

Dekan Klaus Schlicker
2. Vorsitzender

Weitere Mitglieder der Vorstandschaft sind:

Brigitte Trütschel
Leiterin der BFS für Krankenpflege Neuendettelsau

Dr. med. Klaus Wicke
Allgemeinarzt

Dr. med. Andrea Dörr
Allgemeinärztin

KOOPERATIONEN

Mitgliedschaft und Spenden

Unser Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Der Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft beträgt 30,00 €. Die Beitrittserklärung können Sie hier herunterladen

SIE KÖNNEN UNSERE ARBEIT UNTERSTÜTZEN
  • durch Ihre Mitgliedschaft
  • durch Ihre Spende

VR-Bank Mittelfranken West eG
IBAN DE43 7656 0060 0001 6157 50
BIC GENODEF1ANS

So könnte Ihr persönliches Begleitungstuch aussehen, das einen besonderen Rahmen für den Moment des Abschieds schafft. Diplomdesignerin DS Beate Baberske von der Diakoneo Paramentik entwickelt mit Ihnen zusammen ein individuelles Motiv.

Hospizverein Neuendettelsau

TRAUERCAFÉ LICHTBLICK

Mit dem Verlust eines Menschen zu leben, ist oft nicht leicht. Je enger man verbunden war, desto schmerzlicher spürt man das Fehlen der geliebten Person. Da ist es hilfreich, in der Trauer nicht alleine zu bleiben. Der Hospizverein Neuendettelsau/Windsbach e.V. bietet ab Mai an jedem zweiten Donnerstag im Monat (mit Ausnahme von Feiertagen) um 14.30 Uhr im Wohnpark Neuendettelsau mit dem Trauercafé Lichtblick einen Ort der Begegnung und des Trostes. Es ist ein Angebot für alle, die den Tod eines lieben Menschen betrauern. Cornelia Rossa-Comes und Petra Winter, zwei ausgebildete ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen des Hospizvereins, laden ein, in einem geschützten Rahmen und in einer Atmosphäre verständnisvollen Miteinanders der Trauer Raum und Zeit zu geben. Es ist die Möglichkeit mit anderen Betroffenen bei Kaffee, Tee und Kuchen ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wie es tröstlich sein kann, mit seinem Schmerz nicht alleine zu bleiben. Die Teilnahme ist zwanglos, ohne Anmeldung oder anderer Voraussetzungen möglich. Das einzige, was erwartet wird, ist für die geführten Gespräche Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. .

Cornelia Rossa-Comes und Petra Winter bieten auch die Möglichkeit zu Einzelgesprächen nach Vereinbarung (Kontakt über den Hospizverein 09874 82345 / 0151 22244778). Das Angebot des Hospizvereins ist kostenfrei, nur Kaffee, Tee und Kuchen müssen selbst bezahlt werden.

Trauercafé Lichtblick
jeden zweiten Donnerstag im Monat
(außer Feiertage)
um 14.30 Uhr
im Wohnpark Neuendettelsau
Hermann-von-Bezzel-Str. 14,
91564 Neuendettelsau

HOSPIZBEGLEITER­AUSBILDUNG

Sie möchten sich engagieren und sind an einer aktiven Mitarbeit interessiert? Die Hospizbewegung setzt sich seit vielen Jahren für würdiges Sterben ein. Sterben ist Schwerstarbeit für Körper, Seele und Geist. Als ehrenamtliche Mitarbeitende/ehrenamtlicher Mitarbeiter begleiten Sie Schwerkranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg. Sie vertreiben damit Einsamkeit, gehen auf Ängste ein und bemühen sich in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten (Angehörige, Pflegedienst etc.) ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Der Vorbereitungskurs bietet die Grundlage für den Dienst der ehrenamtlichen Mitarbeit. Er umfasst vielfältige Informationen zum Sterben und seinem Umfeld, zum Beispiel Hospizbewegung, Patientenverfügung und Handreichungen in der Begleitung Schwerstkranker. Der Kurs ermöglicht die Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen vom Tod. Die Ausbildung sensibilisiert für einen guten Umgang am Sterbebett und übt die Wahrnehmung und Kommunikation mit Sterbenden. Sie zeigt Wege auf, eigene Grenzen zu erkennen, für Kraftquellen zu sorgen und auf Selbstpflege zu achten. Das Hospizbegleiter-Seminar endet mit einem Zertifikat.

Das nächste Hospizbegleiter-Seminar startet im Februar 2023. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

in Kooperation mit: